Freitag, 10. Februar 2012

how to go to paradise

Selten war ich so glücklich um 6.40 Uhr aufstehen zu dürfen um dann um halb 8 als Ötzi verpackt das Fahrrad meiner Oma, von meinem Vater lieblich "Oma - Cicle" genannt, für die Ankunft um kurz vor 8 am schönsten Ort der Welt zu satteln.
Jeden Zentimetier Fußweg bis zum Gartentor kenne ich blind. Jede Kurve kann ich im Schlaf vorwärts und rückwärts fahren. Jede Sekunde ist es die größte Entspannung gegen den Wind in Richtung meiner Ponys zu fahren. Ungelogen: Der Weg wird durch die Sonne geleitet, die mich jeden Morgen zwei Straßen weiter in ihren spiegeleiartigen Formen und Farben erwartet.
Bin ich angekommen, so wartet sie geduldig hinter der Bahn, den Blick auf den Hof, spielt verstecken mit den Wolken und findet sich hinter einem, mal sonnenblumigen, mal rapsigen und zur Zeit leeren, grünen Feld wieder. Wer braucht eine Uhr? Wenn es Zeit ist zurück in die Realität zu kehren,löst sich sich vom Himmel und färbt ihn liebevoll je nach Laune und versinkt danach im Feld.
Am Morgen wird sie wieder da sein und warten und ich werde da sein. Und die monotone Reise in unser Paradies ist die einzigartigste und abwechslungsreichste die man sich vorstellen kann, oder auch nicht - es ist UNvorstellbar schön.